Die Angst vor dem F-Wort - von der Ablehnung zur Handyhülle
Als vor circa zwei Jahren ein Freund mich fragte, ob ich mich als Feministin bezeichnete, lehnte ich das mal so ganz schnell ab. Es folgte die Erklärung, dass ich natürlich für die Gleichberechtigung der Geschlechter einsetze, aber ich Feminismus für zu viel halte.
Die Gegenwarts-Lisa fragt sich jetzt, was eigentlich mit mir schief lief. Denn nicht erst seit Emma Watsons Aussage, sollte eigentlich klar sein, dass Feminismus genau das ist - Gleichberechtigung. Doch meine Reaktion konnte ich seitdem mehrmals bei Freunden beobachten: Gleichberechtigung ist das Ziel und eine absolute Notwendigkeit, nur ist Feminismus nötig??
Vielleicht muss man dabei einfach sagen, dass ich wie all meine Freunde auf dem Land wohne. Zwar würden wir uns doch alle irgendwie urban beschreiben, trotzdem prägt das Land und vor allem die Menschen. Über die Jahre wurde uns allen eingetrichtert, dass Feminismus ein Schrott ist. Viel zu oft wird dabei auch die Emanze und die Feministin abwertend benutzt.
An der Stelle bin ich dann schon auch halb froh über ein Geschichtsreferat, dass ich halten musste. Mein Thema war dabei ganz passend: Die Frauenbewegung in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Weil dann aber das Material im Buch nicht genug war, sollte ich noch selbst darüber hinaus recherchieren und was soll ich sagen, danke liebes Internet für das Augenöffnen, denn heute klebt auf meiner Handy-Hülle "Feminist"
In einem Deutsch-Aufsatz müsste jetzt der Appell folgen. Aus diesem Grund: Lasst uns also über Feminismus positiv sprechen und Diskussionen über das Gendern nicht auf die gesamte Bewegung projizieren!
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